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Projektbeschreibung

Woher bekomme ich ein Kondom, und wie benutzt man es richtig? Was passiert bei der Regelblutung? Und wie behandle ich meinen Partner mit Respekt? Die Jugendklubs der Stiftung Weltbevölkerung sind Orte, in denen Jugendliche über die Themen sprechen, die sonst weitestgehend tabu sind. Von uns ausgebildeten Jugendberater vermitteln anderen Jugendlichen im Alter von zehn bis 24 Jahren die Grundlagen der Sexualität und geben Tipps zu Gesundheits- und Alltagsfragen. Darüber hinaus erfahren die Jugendlichen in den Jugendklubs, welche anderen Verhütungsmittel es gibt und wo sie diese erhalten können. Aufklärung beinhaltet auch, Jugendliche umfassend über Risiken und Wege einer HIV-Ansteckung zu informieren und gängige Mythen und Stigmata zu minimieren. Die Jugendberater wissen außerdem, wo Jugendliche professionelle gesundheitliche Beratung und Behandlung in ihrer Umgebung bekommen und verweisen auf entsprechende Gesundheitsstationen. Damit sich die Situation von Jugendlichen nachhaltig verbessert, beziehen wir ihr komplettes soziales Umfeld in die Aufklärungsarbeit ein. Die Jugendklubmitglieder veranstalten eigenständig Aufklärungskampagnen in ihrer Umgebung, in denen sie Eltern, Lehrer, lokale Politiker und religiöse Führer davon überzeugen, dass Aufklärung und Verhütung Leben retten. Die Jugendlichen überlegen sich eigene Musikstücke, Tänze oder gar ganze Theaterstücke und führen diese dann öffentlich auf. Die Jugendklubmitglieder sind wichtige Vorbilder und so genannte Change Agents, die in ihren Gemeinden mittlerweile ein hohes Ansehen genießen. Neben Aufklärung setzen sich die Klubs auch für ihre Gemeinden ein und organisieren beispielsweise Müllsammel- und Baumpflanzaktionen, oder sie reinigen lokale Wasserstellen oder Gesundheitsstationen. Die Zukunft liegt in den Händen der Jugendlichen, heißt es so schön. Doch die Chancen der vieler Jugendlichen in Afrika südlich der Sahara sind eher dürftig. Viele haben zwar eine Grundschulbildung, besuchen aber keine weiterführende Schule – etwa weil den Eltern das Geld für die Schulgebühren fehlt Somit haben viele junge Menschen kaum eine Chance, den Teufelskreis aus Armut, Gesundheitsrisiken und Perspektivlosigkeit langfristig zu durchbrechen. Deshalb schulen wir Jugendklubmitglieder nicht nur im Bereich Aufklärung, sondern auch im Einmaleins wirtschaftlicher und unternehmerischer Fähigkeiten. So lernen sie, selbstständig Geschäftsideen in den Klubs oder individuell zu entwickeln, diese in die Praxis umzusetzen und dadurch ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Einige Jugendliche nutzen dann ihr Wissen, um zum Beispiel ein Café, einen Kiosk oder einen Frisörsalon zu gründen. Andere betreiben als Gruppe eine kleine Schafzucht. Von der Stiftung erhalten sie eine Anschubfinanzierung, um ihre eigenen Ideen zu verwirklichen.

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